Wir möchten uns herzlich bei den sozialpolitischen Sprecher*innen des Berliner Abgeordnetenhauses bedanken, die uns in diesem Jahr mit großer Offenheit, echtem Interesse und vor allem mit ihrer Zeit begegnet sind. Viele von ihnen haben sich zunächst in Berlin ein Bild von Barka e. V., unseren Anfängen und unserer Arbeit gemacht – und einige sind noch einen entscheidenden Schritt weiter gegangen: Sie waren bereit, nach Poznań zu reisen, um die Arbeit der Barka Stiftung für gegenseitige Hilfe einen ganzen Tag lang direkt vor Ort kennenzulernen.
Dieser Einsatz ist keineswegs selbstverständlich. Umso mehr wissen wir es zu schätzen, dass die sozialpolitischen Sprecher*innen Katina Schubert (Die Linke), Lars Düsterhöft (SPD, Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit und Soziales) und Björn Wohlert (CDU) sich in den vergangenen Monaten mehrfach die Zeit genommen haben, unsere Operations Managerin in Berlin Julie Werner Markussen zu treffen und Barka e. V. sowie unsere Arbeit hier kennenzulernen.
Gemeinsam mit Vertreter*innen der Berliner Grünen und Kolleg*innen der Wohnungsnotfallhilfe für Unionsbürger*innen haben sie zudem an der zweitägigen Barka-Veranstaltung teilgenommen: zunächst am Barka-Seminar im Abgeordnetenhaus und am darauffolgenden Tag an einem Besuch unserer Communities in Polen, um dort in den direkten Austausch zu gehen und die Arbeit der Barka Stiftung für gegenseitige Hilfe vor Ort in Poznań zu erleben.
Der Studienbesuch bot die Möglichkeit, soziale Reintegration nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern praktisch zu erleben. In den Barka-Gemeinschaften erhalten Menschen, die Obdachlosigkeit, Sucht oder gescheiterte Migration erfahren haben, die Chance, über Gemeinschaft, Arbeit und Bildung neue Stabilität und Perspektiven zu entwickeln – angepasst an ihre individuellen Lebenslagen.
Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch des Barka-Gemeinschaftshauses und Bio-Bauernhofs Chudobczyce. In Gesprächen mit Bewohnern, darunter auch Rückkehrer nach erfolgloser Migration, wurde deutlich, wie wichtig verlässliche soziale Strukturen und langfristige Ansätze für echte Teilhabe sind. Ergänzt wurde der Besuch durch Einblicke in den rechtlichen Rahmen von Wiedereingliederungsprogrammen und Sozialunternehmertum in Polen.
Besonders bereichernd war die Teilnahme engagierter Kolleg*innen aus der Wohnungsnotfallhilfe für Unionsbürger*innen: den GEBEWO pro-Projekten MOCT und Frostschutzengel, GANGWAY e.V., der Berliner Stadtmission sowie weiteren Trägern wie Die Wille gGmbH, Be an Angel und querstadtein e.V.
Ihr fachlicher Beitrag, ihre Offenheit und der Einsatz eines ganzen Arbeitstages haben den Austausch entscheidend geprägt.
Wir danken allen Beteiligten sehr für ihre Offenheit, ihr Vertrauen und ihre Bereitschaft, über Ländergrenzen hinweg voneinander zu lernen. Diese Begegnungen sind eine wichtige Grundlage, um soziale Reintegration auch in Berlin weiterzudenken – gemeinsam, praxisnah und menschenwürdig.







