Selten hat man das Glück, innerhalb einer Woche gleich zwei Berliner Landesbeauftragte kennenzulernen und mit ihnen in einen intensiven fachlichen Austausch zu gehen. Genau dieses Glück hatten wir bei Barka in der Woche vor Weihnachten.
Station 1: SprachCafé Polnisch mit der Partizipationsbeauftragte
In der warmen und offenen Atmosphäre des SprachCafé Polnisch in Pankow – einem Ort, an dem Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung gelebt werden, ganz im Sinne der Werte von Barka – kamen wir mit der Partizipationsbeauftragten Katarina Niewiedzial ins Gespräch. Gemeinsam tauschten wir uns über Teilhabemöglichkeiten und Unterstützungsstrukturen für obdach- und wohnungslose EU-Bürger*innen aus.
Ein zentraler Konsens: Die Berliner Wohnungsnotfallhilfe braucht innovative Modelle, die gesellschaftliche Teilhabe fördern und Wohnraum sichern – insbesondere für Menschen, die außerhalb des Regelsystems stehen. Umso mehr begrüßte Frau Niewiedzial unseren Ansatz im One-Stop-Shop-Projekt, bei dem unter anderem sozialrechtliche Beratung und Suchthilfe miteinander verbunden werden.
Besonders hervorgehoben wurden:
- die Rolle von Erfahrungsexpert*innen als Türöffner und Vorbilder,
- die Ansprache in der Muttersprache zur nachhaltigen Vertrauensbildung,
- sowie die starke europäische Vernetzung von Barka durch Standorte und Partnerorganisationen in mehreren Ländern.
Positiv aufgenommen wurde zudem unsere Projektidee einer Trainingswohnung – einem temporären, stationären Angebot für arbeitssuchende obdachlose EU-Bürger*innen, die durch Barka intensiv bei der Jobsuche unterstützt werden. Vergleichbare Barka-Projekte, etwa in Utrecht, zeigen, dass Menschen so im Durchschnitt innerhalb von drei Monaten erfolgreich in Arbeit vermittelt werden können.
Station 2: SenWGP mit der Landessuchtbeauftragten
Nur wenige Tage später durften wir unser Projekt bei der Berliner Landessuchtbeauftragten Heide Mutter vorstellen – im Rahmen eines Treffens der Suchthilfekoordination mit Vertreter*innen aus allen zwölf Berliner Bezirken.
Das Interesse an unserem Angebot war groß, insbesondere aufgrund seines aufsuchenden Charakters. Bereits im Gespräch wurden erste Kontakte zu relevanten Suchtberatungsstellen benannt, um eine stärkere Vernetzung auf Bezirksebene anzustoßen. Darüber hinaus sind ein weiteres Treffen sowie eine mögliche Studienreise nach Poznań geplant, bei der Barka Einblicke in die Suchthilfearbeit in Polen sowie in das dortige Gesundheits- und Sozialsystem geben wird.
Wir freuen uns sehr über diese Offenheit und den gegenseitigen Lernprozess. Ein herzlicher Dank gilt Samuel Alberts für die Einladung und Organisation.
PS: Besonders gefreut hat uns die persönliche Weihnachtskarte nach dem Treffen mit der Partizipationsbeauftragten. Wir blicken mit großer Vorfreude auf die Zusammenarbeit im Jahr 2026!
Frohe Weihnachten allerseits!









