Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
der Verein Barka e. V. sowie die Barka-Stiftung für gegenseitige Hilfe aus Poznań (Polen) nahmen vom 24. bis 26. November 2025 an einem internationalen Arbeitstreffen im Rahmen des europäischen Projekts „ERMiNe – European Return and Migration Network“ in Berlin teil. Veranstaltungsort war das Refugio, ein von der Berliner Stadtmission betriebener Wohn- und Begegnungsraum, der Menschen mit unterschiedlichen Lebens- und Migrationserfahrungen zusammenbringt. Die Tagung vereinte zahlreiche europäische Akteur*innen aus dem Migrationsbereich und bot vielfältige Möglichkeiten für fachlichen Austausch, Vernetzung und gemeinsame strategische Überlegungen.
Während der drei Veranstaltungstage wechselten sich intensive Arbeitsphasen mit Diskussionsrunden und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm ab. Zum Auftakt am Montag begrüßten die Organisatorinnen die Teilnehmenden und gaben einen Überblick über Ziele und Ablauf des Treffens. Im Anschluss sprach Bettina Wagner von der Antidiskriminierungsstelle für EU-Arbeitnehmer*innen, BMAS. Ein weiterer Programmpunkt am Vormittag widmete sich dem dritten Projektpfeiler „Psychische Gesundheit“. Am Nachmittag stellten Davor Tunjić und Alexandra Kramer von Faire Mobilität und FELM ihre Arbeit und Praxiserfahrungen vor.
Den Abschluss des ersten Tages bildete ein thematischer Stadtrundgang der Organisation querstadtein e. V. zum Schwerpunkt „Obdachlosigkeit und Migration“, geführt von der Erfahrungsexpertin Miriam. Dabei erhielten die Teilnehmenden eindrückliche Einblicke in soziale Ungleichheiten und urbane Armutsrealitäten. Ein gemeinsames Abendessen rundete den Tag ab.
Der zweite Veranstaltungstag begann mit einer Einführung in das Thema Streetwork über soziale Netzwerke, präsentiert von Sabina Folnović Jaitner von Minor, gefolgt von einem Besuch im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Am Nachmittag stand unter der Moderation von Raúl Gil (La Red) die Weiterentwicklung des ERMiNe-Projekts im Fokus. Diskutiert wurden insbesondere die zukünftige Zusammenarbeit sowie die langfristige Stärkung des Netzwerks von Rückkehr- und Diasporaorganisationen. Der Tag klang mit einem Besuch des skandinavischen Weihnachtsmarkts aus.
Am letzten Tag des Treffens setzten sich die Teilnehmenden in einer strategischen Gesprächsrunde mit den nächsten Schritten des Projekts sowie mit der Rolle von Diasporagemeinschaften auseinander. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Mittagessen.
Inhaltlich konzentrierte sich das Treffen auf drei zentrale Themenfelder des ERMiNe-Netzwerks:
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Pfeiler I: Zusammenarbeit mit Diasporagemeinschaften – Förderung von Teilhabe, besserem Informationszugang und gesellschaftlicher Inklusion von Migrant*innen.
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Pfeiler II: Stärkung des europäischen Netzwerks – Weiterentwicklung bestehender Strukturen, Professionalisierung und Ausbau der organisationsübergreifenden Kooperation.
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Pfeiler III: Psychische Gesundheit – Analyse psychosozialer Herausforderungen im Migrationskontext und Entwicklung passender Unterstützungsansätze.
Diese Schwerpunkte wurden während der gesamten Tagung vertieft und bilden die Grundlage für die künftige strategische Ausrichtung von ERMiNe. Mehre Infos unter https://project-ermine.eu/







