Ende Februar durften wir rund 60 Gäste im Refugio Berlin zum offiziellen Kick-off von Barkas One Stop Shop begrüßen. Vertreterinnen aus der Wohnungsnotfallhilfe für EU-Bürgerinnen, Verwaltung, Politik, Selbstvertretungen und zahlreichen sozialen Trägern kamen zusammen, um sich über wirksame Unterstützungsangebote für wohnungs- und obdachlose mobile EU-Bürger*innen auszutauschen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Hilfesysteme so gestaltet werden können, dass sie die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessern, gesellschaftliche Teilhabe fördern und langfristige Perspektiven eröffnen. Der intensive fachliche Austausch zeigte, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen sozialen Einrichtungen, öffentlichen Institutionen und politischen Entscheidungsträger*innen ist, um Menschen in besonders schwierigen Lebenslagen wirksam zu unterstützen.
Besonders gefreut hat uns das große Interesse an Barkas Arbeitsweise und unserem ganzheitlichen Ansatz. Viele anregende Gespräche entstanden nicht nur während des Programms, sondern auch in der Pause bei Spezialitäten aus unserer Barka-Gemeinschaft in Marszewo (Polen). Diese Begegnungen boten Raum für Vernetzung, Erfahrungsaustausch und neue Kooperationen.
Barkas One Stop Shop: Niedrigschwellige Unterstützung aus einer Hand
Mit dem One Stop Shop hat Barka ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot geschaffen, das sich gezielt an wohnungs- und obdachlose EU-Bürger*innen richtet. Ausgangspunkt unserer Arbeit ist die aufsuchende Sozialarbeit: Wir gehen dorthin, wo sich Menschen aufhalten, bauen Vertrauen auf und begleiten sie individuell auf ihrem Weg zu mehr Stabilität und Selbstständigkeit.
Unser Angebot verbindet verschiedene Unterstützungsleistungen an einem Ort. Dazu gehören:
- aufsuchende Sozialarbeit (Streetwork),
- Sozialberatung sowie die Prüfung und Durchsetzung sozialrechtlicher Ansprüche,
- ein niedrigschwelliges Beratungscafé mit individueller Unterstützung bei der Arbeits- und Jobsuche durch unser interdisziplinäres Tandemteam,
- Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote,
- Selbsthilfegruppen sowie
- Case Management im Bereich Suchthilfe.
Durch die enge Verzahnung dieser Angebote schaffen wir individuelle Wege in soziale und berufliche Reintegration und unterstützen Menschen dabei, ihre Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig zurückzugewinnen.
Refugio Berlin – Ein Ort der Begegnung und Zusammenarbeit
Dass der Kick-off im Refugio Berlin der Berliner Stadtmission stattfand, war kein Zufall. Seit Februar hat unser Berliner Team dort seinen festen Standort. Darüber hinaus sind wir jeden Dienstag mit unserem Beratungscafé vor Ort und bieten unkomplizierte Unterstützung für Ratsuchende an.

Refugio ist weit mehr als ein Veranstaltungsort. Hier begegnen sich Menschen mit und ohne Flucht- oder Migrationserfahrung, engagieren sich gemeinsam und entwickeln neue Perspektiven. Diese offene und solidarische Atmosphäre entspricht genau dem Ansatz, den Barka auch in seiner täglichen Arbeit verfolgt: Menschen zu stärken, Gemeinschaft zu fördern und nachhaltige Lösungen gemeinsam zu entwickeln.
Vielen Dank an unsere Mitwirkenden
Unser herzlicher Dank gilt unseren Mitredner*innen, die den fachlichen Austausch mit ihren Erfahrungen und Perspektiven bereichert haben:
- Chantal Chisley und Sabrina Wilde (Polnischer Sozialrat e.V.)
- Lars Düsterhöft (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, SPD)
- Daniela Radlbeck (Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin e.V.)
Ebenso danken wir unseren Förderpartnern – der Stiftung Deutsche Fernsehlotterie, der Hermann Reemtsma Stiftung und der Heidehof Stiftung. Durch ihre Unterstützung kann Barkas One Stop Shop umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Unser Dank gilt außerdem allen Teilnehmenden sowie unseren Partnerorganisationen, die diese wichtige Arbeit mit ihrem Engagement, ihrer Expertise und ihrer Zusammenarbeit mittragen.
Gemeinsam schaffen wir bessere Perspektiven für wohnungs- und obdachlose EU-Bürger*innen und arbeiten daran, soziale Teilhabe und berufliche Reintegration nachhaltig zu stärken.
Bildnachweis: John Hennessy & Liam Rayman
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