Am 28. Januar 2025 war Barka in der Suppenküche des Franziskanerklosters in Pankow dabei – bei dem von der Landesarmutskonferenz Berlin wichtigen Dialogformat, das regelmäßig zu Wahlen stattfindet.
Es ist essenziell, dass Menschen in Armut und Wohnungsnot die Möglichkeit haben, direkt mit der Politik ins Gespräch zu kommen. Ihre Stimmen müssen gehört und ihre Anliegen ernst genommen werden.
Barka hat die Gelegenheit genutzt, um den Berliner Spitzenkandidat*innen von
- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
- CDU/CSU-Bundestagsfraktion
- Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
- Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
- FDP Freie Demokraten
eine entscheidende Frage zu stellen:
Was werden Sie konkret für obdachlose und wohnungslose EU-Bürger*innen tun, wenn sich der neue Bundestag konstituiert?
Die Antworten fielen unterschiedlich aus – manche vielversprechend, andere vage. Aber eines ist klar: Es braucht nachhaltige Lösungen, die wirklich alle Menschen einbeziehen.
Die Bundesregierung hat mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit (NAP) bereits eine Strategie formuliert, um Wohnungs- und Obdachlosigkeit bis 2030 zu beenden. Doch ein zentrales Problem bleibt: Viele Maßnahmen greifen nicht für EU-Bürger*innen ohne Sozialleistungsanspruch.
Der NAP sieht unter anderem vor:
- Rekordinvestitionen in den sozialen Wohnungsbau
- Die Wohngeld-Plus-Reform
- Bessere Rahmenbedingungen für den Wohnungsneubau
- Höhere Standards für Notunterkünfte & bessere Akutversorgung
- Eine Bundeskonmpetenzstelle zur Stärkung des Wissenstransfers & Vernetzung
Diese Ziele sind wichtig – aber sie müssen alle Menschen einbeziehen. Housing First, eine oft genannte Lösung, ist für viele obdachlose EU-Bürger*innen in Berlin keine Option.
Umso wichtiger ist es, dass wir weiterhin im Austausch bleiben, Fragen stellen und aufzeigen, wo Lücken bestehen. Denn jeder Mensch verdient eine echte Chance auf ein sicheres Zuhause und eine Perspektive.
Was denkt ihr? Welche Lösungsansätze fehlen euch in der Debatte?